Über alle theologischen Richtungen hinweg stimmten die evangelischen Pfarrer und die Kirchenpresse vor 100 Jahren nahezu geschlossen in die nationale Emphase beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein. Noch 1917/18 setzten viele Pfarrer auf einen deutschen „Siegfrieden“. In der Bevölkerung war da die anfängliche Begeisterung einer angestrengten Kriegsduldung gewichen und mitunter in Kriegsverweigerung umgeschlagen. Nur wenige Theologen teilten diese Ernüchterung.
Dr. Björn Mensing, Theologe und Historiker