Zwischen Karriere, Kunstbetrieb und Ausgrenzung. Bildende Künstler im Nationalsozialismus

Vortrag/Vorlesung
13. Januar 2015
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: Stiftung Topographie des Terrors
Veranstalter: Stiftung Topographie des Terrors

Vortrag: Prof. Dr. Wolfgang Ruppert, Berlin

Moderation: Peter Eckel, Stiftung Topographie des Terrors, Berlin

Im Rahmen der Reihe Kunst im NS-Staat. Ideologie, Ästhetik, Protagonisten

Jahrzehntelang wurde die künstlerische Arbeit während des Nationalsozialismus auf die Pole von „entarteter” und „Nazi-Kunst” reduziert. Dagegen zeigt die neuere empirische Forschung ein vielschichtiges Bild für den Kunstbetrieb in Deutschland, trotz der Kontrolle durch die Reichskammer der bildenden Künste. Um die Vision der „Deutschen Kunst” zu realisieren, wurden freiere künstlerische Sprachen mit den Mitteln der Kunstpolitik und der Säuberungen an den Rand gedrängt. „Nicht arische” Künstler unterlagen der Ausgrenzung und Ermordung. Der Denkansatz des Vortrages stellt die Handlungsspielräume der Künstler in den Mittelpunkt.

Wolfgang Ruppert ist Professor für Politik- und Kulturgeschichte an der UdK Berlin. Zu seinen Publikationen gehören Der moderne Künstler (1998) und als Hg.: Künstler im Nationalsozialismus. Die „Deutsche Kunst”, Kunstpolitik und die Berliner Kunsthochschule (erscheint Frühjahr 2015).