Zwischen Arbeitshaus und Konzentrationslager: Als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ verfolgte Menschen

Vortrag/Vorlesung
Diskussion/Gespräch
20. April 2023
18:00 - Uhr
Ort: Gedenkstätte KZ Osthofen, Ziegelhüttenweg 38, 67574 Osthofen
Veranstalter: Gedenkstätte KZ Osthofen - NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz

Begleitveranstaltung zur Ausstellung "Auftakt des Terrors"

Ein Vortrag von Oliver Gaida (Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas) 

Die lokalen Polizei- und Fürsorgebehörden trieben seit 1933 die Verfolgung von Menschen voran, die arm, vorbestrafte oder aus ihrer Sicht unangepasst waren. Verächtlich bezeichneten die NS-Behörden diese Personen als „Asoziale“ sowie „Berufsverbrecher“ und sperrten sie ein – in Arbeitshäuser, Gefängnisse und Konzentrationslager. Der Vortrag widmet sich den Fragen: Wer und warum ergriff diese gewaltvollen Repressionsmaßnahmen? Vor allem aber auch, wer waren die Verfolgten? Bis heute werden sie kaum beachtet.

Oliver Gaida ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Dort arbeitet er an einer Ausstellung zu als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ verfolgten Menschen. Außerdem promoviert er an der Humboldt-Universität Berlin zu Jugendlichen im Nationalsozialismus.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Auftakt des Terrors – Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“ statt, die bis zum 5. Mai 2023 in der Gedenkstätte KZ Osthofen gezeigt wird (Öffnungszeiten: Di - Fr: 9 - 17 Uhr, Sa, So und an Feiertagen: 13 - 17 Uhr). Die Ausstellung wurde gemeinschaftlich von 17 Gedenkstätten und Lernorten aus dem gesamten Bundesgebiet erarbeitet, die sich in der Arbeitsgemeinschaft „Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager“ zusammengeschlossen haben. Schirmherrin des Projektes ist Kulturstaatsministerin Claudia Roth.

Um eine Anmeldung zum Vortrag wird gebeten, per Mail an  oder telefonisch unter 06242-910810.

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