Zwischen Anstaltspflege und Zwangsbewahrung – Die Staatlichen Wohlfahrtsanstalten im nationalsozialistischen Hamburg.

Vortrag/Vorlesung
4. Februar 2014
18:00 - 00:00 Uhr
Ort: Medizinhistorisches Museum, Hörsaal, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Fritz Schumacher-Haus (Gebäude N 30b, Seiteneing
Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Die Öffentliche Fürsorge betrieb in Hamburg verschiedene Heime und Anstalten für Alte, Sieche, psychisch Kranke und Menschen mit Behinderungen. In ihrer größten Anstalt, dem Versorgungsheim Farmsen, wurden nach 1933 vor allem Bettler, Obdachlose, Alkoholkranke, Prostituierte und weitere so genannte Asoziale zwangsweise untergebracht, mehr als 1000 von ihnen auf Veranlassung der Anstalt bis 1939 zwangssterilisiert. Während des Krieges wurden im Zuge eines Verdrängungsprozesses um Krankenhaus- und Anstaltsbetten immer mehr Bewohner und Bewohnerinnen in auswärtige, z. T. weit entfernte Heime und Anstalten verlegt. Viele kehrten nicht mehr zurück.

Vortrag von Dr. Uwe Lohalm.