Anlässlich des 85. Jahrestages des Beginns des Zweiten Weltkrieges soll die zentrale Bedeutung der Erinnerungskultur für die Demokratie diskutiert werden.
Zweiter Weltkrieg, Opposition und die Erinnerung: Herausforderung für die Demokratie heute
Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg ist ein zentraler und umkämpfter Bestandteil der demokratischen Kultur in Polen und Deutschland. Deutschland trägt dabei eine besondere Verantwortung, die eigenen Verbrechen und deren Folgen aufzuarbeiten und den Dialog mit den Nachbarländern zu suchen. Gleichzeitig steht die Demokratie in Deutschland, Polen und ganz Europa vor neuen Herausforderungen und Gefahren. Nationalistische Tendenzen, populistische Bewegungen und die Verbreitung von Falschinformationen, auch zur Geschichte, bedrohen die demokratischen Grundlagen der Staaten. Das Vergessen und Verfälschen der Geschichte öffnet Tür und Tor für autoritäre und revisionistische Ideologien.
Gemeinsam mit dem Publikum wird diskutiert, wie die Erinnerungskultur dazu beitragen sollte, die Demokratie zu stärken und autoritären Tendenzen entgegenzuwirken.
Welche Bedeutung haben die Erfahrungen von Oppositionellen der Solidarność-Bewegung in Polen und der DDR für unser heutiges Verständnis von Widerstand und demokratischem Engagement? Und wie beeinflusst die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg die heutige politische Kultur in Deutschland und Polen?
Anne Delius – Historikerin und Publizistin, Bundeszentrale für Politische Bildung
Markus Meckel – Theologe, Außenminister der DDR a.D., Ratsvorsitzen der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Jacek Kubiak – Polnischer Historiker und Journalist, Spezialist für deutsch-polnische Beziehungen, Oral History Archive Posnania
Moderation: Robert Parzer, Deutsch-Polnisches Haus, Amélie zu Eulenburg, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Veranstaltung wird auch im Live-Stream übertragen: Link
weitere Informationen: Webseite