Etwa 1.000 Bürger jüdischen Glaubens wurden am 27. Januar 1942 unter Schikanen der Gestapo zum Südbahnhof getrieben und von dort in ein Ghetto bei Riga deportiert.
Weniger als zehn kehrten zurück. Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wird am Freitag, 26. Januar, ein Kranz niedergelegt.
Die Mitglieder der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost werden am Freitag, 26. Januar 2018, an der Gedenktafel am "Wasserturm" zum Gedenken wie zur mahnenden Erinnerung einen Kranz niederlegen.
Die vereinten Nationen haben den 27. Januar, der in Deutschland und anderen Ländern bisher bereits als Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee begangen wurde, offiziell zum Holocaust-Gedenktag ausgerufen.
Die Vollversammlung reagierte damit im Oktober dieses Jahres auf eine Initiative Israels und nahm eine Resolution an, in der alle Mitgliedstaaten aufgerufen werden, an diesem Tag an den Massenmord an Juden in Deutschland und in den von Deutschland besetzten Gebieten während der nationalsozialistischen Herrschaft zu erinnern.
Gedenken an Holocaust
Dortmunds Stadtgeschichte betreffend ist mit diesem Tag die Deportation jüdischer Familien aus Dortmund und Umgebung verbunden. Etwa 1.000 Bürger jüdischen Glaubens mussten sich am 27. Januar 1942 vor der Gaststätte "Zur Börse" einfinden, von wo aus sie unter den Schikanen der Gestapo zum Südbahnhof getrieben und von dort in ein Ghetto bei Riga deportiert wurden. Weniger als zehn kehrten zurück.