Gedenkstättenpädagogische Fortbildung für schulische und außerschulische Multiplikator*innen und Fachkräfte
Kursleiterin: Sarah Vogel, Referentin für historisch-politische Bildung bei der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Niedersachsen e.V. (aejn) sarah.vogel@evlka.de
Zielgruppe: schulische und außerschulische Multiplikator*innen und Fachkräfte
Bildungsurlaub: Die Module 1 und 2 werden voraussichtlich als Bildungsurlaub für Niedersachsen anerkannt. Bei Interesse bitte kurz Rücksprache treffen.
Kosten: 350 Euro (darin enthalten: Unterkunft im DZ, Verpflegung, Programmkosten, anteilige Fahrtkosten), EZ-Zuschlag 150 Euro
Anmeldung bis zum 15. Juli 2023
Detailliertes Programm, Zeitplan und Anreise: Die genauen Uhrzeiten und ein ausführliches Programm werden nach Anmeldung verschickt. Die Fahrtkosten zum 1. und 3. Modul werden anteilig erstattet (50%). Die gemeinsame An- und Abreise zur Studienreise nach Ostpolen erfolgt ab Berlin Ostbahnhof. Die An- und Abreise zum Berliner Ostbahnhof muss individuell organisiert und finanziert werden. Die Fortbildung findet statt mit mindestens 8 und maximal 15 Teilnehmenden.
Eigenleistung und Zertifikat: Die Teilnehmenden erhalten ein Zertifikat. Dafür ist die Teilnahme an allen Modulen verpflichtend. Darüber hinaus werden kleinere Programmpunkte während der Studienfahrt in Polen von den Teilnehmenden im Peer-to-Peer-Ansatz übernommen. Die Aufgaben dafür werden gemeinsam im ersten Modul besprochen und verteilt.
Die Fortbildung bietet differenzierte Einblicke in die pädagogische Arbeit unterschiedlicher KZ-Gedenkstätten und deren vielseitigen Funktionen als Friedhof, Mahnung, Symbol und Lernort. Mit dem nahenden Ende der direkten Zeitzeugenschaft und Generationen, die aufgrund einer zeitlichen und auch persönlichen Distanz immer weniger Berührungspunkte zu diesen Orten haben, wird die Reflexion nach Zielen und Methoden der Vermittlung immer wichtiger für eine gelingende historisch-politische Bildung an KZ-Gedenkorten.
Die Fortbildung erfolgt in drei Modulen. Das erste Modul dient dem Kennenlernen und Austausch der Teilnehmenden und widmet sich den Themen NS-Täterschaft und ihre Opfer. Schwerpunkt bildet mit dem zweiten Modul eine sechstägige Studienfahrt nach Ostpolen. Neben der Besichtigung der ehemaligen Vernichtungslager Belzec, Majdanek und Sobibor werden beispielsweise mit der Unesco-Altstadt Zamość und dem „jüdischen Oxfort“ Lublin auch Stätten jüdischer Kultur besichtigt. Das Abschlussmodul richtet den Schwerpunkt auf die Handlungsoptionen in der pädagogischen Vermittlung. Dafür wird die Gedenkstätte Bergen-Belsen besucht und ein Augenmerk auf Oral History und Biografie-Forschung sowie auf unterschiedliche mediale Zugänge gelegt.
1. 06. bis 08. September 2023
2. 21. bis 26. April 2024
3. 06. bis 07. Juni 2024