Arno Lustiger
überlebte sechs Konzentrationslager, u. a. Auschwitz und Buchenwald, und zwei Todesmärsche. Seit 1945 lebte der 1924 im polnischen Będzin geborene Lustiger in Deutschland, war Mitbegründer und langjähriges Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main.
Lustiger machte sich – ohne eine akademische Ausbildung zu besitzen – einen Namen als erster Historiker, der sich ernsthaft mit dem jüdischen Widerstand zwischen 1933 und 1945 beschäftigte. Er widerlegte die Legende von der Passivität der Juden angesichts der Verfolgung.
Zu seinen wichtigsten Werken gehören: Schalom Liberdad! Juden im Spanischen Bürgerkrieg, Köln 1991; »Schwarzbuch«. Über die Massenvernichtung der Juden in der Sowjetunion, Reinbek 1994; Zum Kampf auf Leben und Tod. Vom Widerstand der Juden 1933-1945, Köln 1994; Rotbuch: Stalin und die Juden, Berlin 1998; Wir werden nicht untergehen. Zur jüdischen Geschichte, Berlin 2002; Ein jüdisches Leben im Zeitalter der Extreme. Gespräche mit Arno Lustiger. Osnabrück 2004; Sing mit Schmerz und Zorn. Ein Leben für den Widerstand. Berlin 2004; Rettungswiderstand. Über die Judenretter in Europa während der NS-Zeit. Göttingen 2011.