Zeitzeugengespräch mit Walter Joelsen

24. November 2012
13:00 - 00:00 Uhr
Ort: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau
Veranstalter: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau

„Auf dem Pult des Lehrers lag ein Zettel und da stand mein Name drauf. Und unter meinem Namen, Joelsen – Halbjude“. Er ist zwölf Jahre alt, als er von seiner

„nichtarischen“ Abstammung erfährt. Plötzlich fangen die zunächst noch kleinen Schikanen an, dann gerät die Familie unter existenziellen Druck. Der Vater, ein

Protestant jüdischer Herkunft, verliert seine Arbeit. Die Zeit der Verfolgung durchstehen Walter Joelsen und sein Vater als Zwangsarbeiter.

Nach 1945 begegnet er als Pfarrer immer wieder Antisemitismus, auch in seiner Evangelischen Kirche. In den 1990er Jahren wird er gebeten, in Schulen zu

sprechen. Seitdem gibt er ein bewegendes Zeugnis seiner Kindheit und auch seines Lebens nach dem Krieg. Dazu gehören auch die Gottesdienste, die er regelmäßig seit vielen Jahren in der Versöhnungskirche hält.

Unter dem Leitthema „Ihr sollt meine Zeugen sein …“, lädt die Versöhnungskirche anschließend zum ökumenischen Friedensgebet der Jugend ein. Es beginnt um 15.00 Uhr in der Lagerstraße, vor der Baracke 23 in der KZ-Gedenkstätte Dachau.