Irene Hallmann-Strauß, 1933 in Berlin als Tochter eines jüdischen Juristen und einer evangelischen Mutter
geboren, berichtet über ihre Kindheit und die Verfolgung ihrer Familie durch die Nationalsozialisten. Ihr geliebter
Großvater Hermann Strauß, Arzt am Jüdischen Krankenhaus Berlin, wurde 1942 mit seiner Frau Elsa ins
Ghetto Theresienstadt verschleppt, wo beide starben. Ihr Vater Walter Strauß, zeitweise wie Irene und ihr
Bruder vor drohender Deportation untergetaucht, überlebte dank der Solidarität seiner „arischen“ Frau Tamara,
war 1948/49 an der Formulierung des Grundgesetzes beteiligt und von 1949 bis 1963 CDU-Staats-sekretär
im Bundesjustizministerium.
Irene Hallmann-Strauß lebt heute als Bildhauerin und Malerin bei München.
Musikalische Gestaltung: Jugendquartett des Dachauer Ignaz-Taschner-Gymnasiums: Michelle Heinz (Klavier),
Anna Helfer (Violine), Rebecca Desaga (Querflöte), Michael Burkner (Fagott), Leitung: Jutta Wörther
Kooperation mit dem Karmel Heilig Blut und der Evang. Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau.