Bedeutet der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, dass sich die Praxis historisch-politischer Bildung in Gedenkstätten oder im Unterricht ändern muss? Wie verändert der Krieg den Blick von Jugendlichen und Erwachsenen auf die Wahrnehmung deutsch-russischer Beziehungsgeschichte(n), Ausstellungspräsentationen oder Formen des Gedenkens?
Diesen Fragen soll sich über das Konzept »Verunsichernde Orte – Weiterbildung Gedenkstättenpädagogik« angenähert werden und mithilfe von ausgewählten Übungen über die pädagogische Arbeit der Teilnehmenden im Themenfeld Geschichte des Nationalsozialismus nachgedacht werden. Der Blick ist dabei einerseits auf eigene Motivationen und Überzeugungen gerichtet. Andererseits geht es um die Reflexion pädagogischer Praxiserfahrungen: Welche Positionierungen begegnen uns? Welchen Einfluss haben aktuelle Ereignisse wie der Krieg in der Ukraine auf das pädagogische Selbstverständnis und die Praxis an Gedenkstätten und in andern Bildungseinrichtungen? Wie lassen sich der Krieg, aktuelle kriegsbedingte Migration, Rassismus und Antisemitismus geschichtsbewusst besprechen? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es in herausfordernden Situationen?
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