Zbąszyń 1938: Eine Spurensuche zur Vorgeschichte der Novemberpogrome

3. März 2012
15:00 - 00:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte Schillstraße
Veranstalter: Gedenkstätte Schillstraße

Die Novemberpogrome von 1938 haben ihren festen Platz im öffentlichen Bewusstsein Deutschlands. Weit weniger bekannt ist ihre Vorgeschichte, die sogenannte „Polenaktion“ – die Deportation von 17.000 polnischen Juden aus Deutschland ins Niemandsland an der deutsch-polnischen Grenze. Unter diesen waren 69 Männer, Frauen und Kinder aus Braunschweig.

Der polnische Fotograf Wojciech Olejniczak und der in Drohobycz geborene israelische Fotograf Erwin Schenkelbach haben 70 Jahre später mit einer Installation unter dem Titel „Auf Wiedersehen nächstes Jahr in Jerusalem“ auf dem Bahnhof des damaligen Grenzstädtchens Zbąszyń an diese Vertreibungen erinnert. Bei ihrer Spurensuche stießen sie auf ein berührendes Zeugnis: Taschentücher, die mit Abschiedsgrüßen beschrieben waren – ein Andenken für ein Mädchen, das Zbąszyń verlassen und nach England emigrieren konnte: die 1922 in Braunschweig geborene Lotte Frenkel.


Wojciech Olejniczak und Agnieszka Juraszczyk von der Stiftung TRES (Zbąszyń) möchten das Projekt „Auf Wiedersehen nächstes Jahr in Jerusalem“ vorstellen, zu dem mittlerweile – neben der Installation – auch ein Film und eine umfangreiche Publikation gehören (www.zbaszyn1938.pl).