„Wir haben es doch überlebt“ Das Ghetto von Riga.

Film
25. Januar 2015
11:00 - 00:00 Uhr
Ort: Abaton-Kino im Grindelhof, Allendeplatz 3, 20146 Hamburg
Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Ein Film von Jürgen Hobrecht, Deutschland 2013, 98 Min.

Der Dokumentarfilm erzählt von der Verschleppung von 24.606 Jüdinnen und Juden aus dem Deutschen Reich nach Riga während des Zweiten Weltkriegs. Zwischen November 1941 und Oktober 1942 fahren 25 Züge aus 14 Städten nach Riga. Ungefähr 20.000 Menschen werden in das sogenannte “Reichsjudenghetto“ gesperrt, über 4.500 werden direkt nach der Ankunft in Riga erschossen. Bevor die deutschen, österreichischen und tschechischen Jüdinnen und Juden in das Ghetto kommen, wird das lettische Ghetto liquidiert. Beinahe 27.000 lettische Jüdinnen und Juden werden in einer zweitägigen “Aktion“, am 30. November 1941 und am 8. Dezember 1941, erschossen, um Platz für die Jüdinnen und Juden aus dem Reich zu schaffen. Überlebende erzählen von dem Massaker, dem Leben im Ghetto und dem Weiterleben mit dem Trauma.

Der Filmemacher Jürgen Hobrecht hat über viele Jahre hinweg Spuren der mit dem Namen „Riga“ verbundenen Verbrechen und die mit ihnen verbundenen Schicksale recherchiert. Seine erschütternde Dokumentation begibt sich an den Ort des Geschehens in Lettland, zeigt aber auch, wie akribisch die Deportationen in Deutschland vorbereitet wurden.