Wie erinnern? – Aktuelle Erinnerungskultur zur NS-„Euthanasie“ in Deutschland und Österreich

Diskussion/Gespräch
13. November 2022
11:00 - Uhr
Ort: München-Haar, Kleines Theater, Theatercafé, Casinostraße 6, 85540 Haar
Veranstalter: Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg

Podiumsdiskussion mit

  • Irene Zauner-Leitner (Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim)
  • Thomas Stöckle (Gedenkstätte Grafeneck)
  • Prof. Dr. Peter Brieger (kbo-Isar-Amper-Klinikum Haar)
  • Moderation: Gregor Hoppe, BR

Das Gespräch widmet sich der aktuellen Praxis im Umgang mit der NS-„Euthanasie“ und stellt die Frage, was heute ein angemessenes Gedenken und Erinnern sein kann. Dabei kommt die Erinnerungsarbeit an Gedenkstätten als auch an einer „belasteten“ psychiatrischen Klinik in den Blick. Irene Zauner-Leitner ist für die Pädagogik am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim in Oberösterreich verantwortlich. Thomas Stöckle leitet die Gedenkstätte Grafeneck. Prof. Dr. Peter Brieger ist Ärztlicher Direktor des kbo-Isar-Amper-Klinikums in Haar, ehemals Heilund Pflegeanstalt Eglfing-Haar. Von dort aus wurden in den
Jahren 1940/41 mehr als 2000 Opfer in die Tötungsanstalten Grafeneck und Hartheim deportiert.
Das Gespräch wird vom Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg im Rahmen des Publikationsprojekts „Den NS-Krankenmord erinnern“ (Arbeitstitel) veranstaltet. Es ist eine von vier Podiumsdiskussionen, die unterschiedliche Aspekte des Umgangs mit der NS-„Euthanasie“ seit 1945 thematisieren: die Gründe für die lange verdrängte Erinnerung ebenso wie bestehende Gedenkinitiativen, ethische Zusammenhänge und künstlerische Auseinandersetzungen.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Sonntags-Matinee, Eintritt frei

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