Der Arbeitskreis "Marginalisierte - gestern und heute! lädt ein:
Samstag, 28.11.2015 14:00 Uhr - 17:00 Uhr,
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin
im Raum neben der Verwaltung, VH, 1. Etage
*Wie Begriffe posthum stigmatisieren*
Lesung und Diskussion
Frau Lieske stolperte über einen Stein. Darauf sind der Name, das Geburtsdatum, das Sterbedatum und der Todesort ihrer Großmutter vermerkt - aber auch eine Zuschreibung ihrer Großmutter, die sie wütend macht. Sie nimmt Kontakt mit Günter Demnig auf und dringt auf die Änderung der Aufschrift auf dem Stolperstein.
Frau Lieske hat das Leben ihrer Großmutter rekonstruiert und berichtet über die Diskussionen, die es brauchte, um den Stein des Anstoßes zu ändern.
Im Anschluss gehen wir der Frage nach, warum Verfolgten des Faschismus mit Begriffszuschreibungen ihrer Täter gedacht wird, und wie das geändert werden kann.
Überlegt werden erforderliche Maßstäbe zu Inhalt und Form der Erinnerung an so genannte Asoziale und so genannte Kriminelle.