Zur jährlichen
Erinnerungsfeier für die Opfer des Naziterrors im SS-Sonderlager/ KZ Hinzert laden die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier sowie die Amicale des Anciens de Hinzert (Freundeskreis der ehemaligen Hinzert-Häftlinge), am Samstag, dem 18. September 2021 um 14.00 Uhr auf das Gelände der Gedenkstätte SS-Sonderlager/ KZ Hinzert ein. Die Feier beginnt an der Kapelle mit einer Messe der luxemburgischen Amicale.
Direkt danach begrüßt Dr. Sarah Scholl-Schneider, stellvertretende Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, die Gäste. Darauf folgt eine Ansprache des Staatsekretärs im Ministerium für Gesundheit und Wissenschaft Dr. Denis Alt.
Corona bedingt findet die Gedenkfeier ausschließlich im Freien statt, die 3-G-Regel ist einzuhalten und eine Anmeldung ist erforderlich. Entweder beate.welter@gedenkstaette-hinzert.de oder telefonisch unter der 0 65 86 - 99 24 93. Bei Einhaltung der Abstandsregel kann auf eine Maskenpflicht verzichtet werden.
Das SS-Sonderlager/KZ Hinzert
1939 wurde in Hinzert bei Trier ein Polizeihaftlager für "straffällige" Westwallarbeiter errichtet. Es trug die offizielle Bezeichnung "SS-Sonderlager Hinzert". Am 1. Juli 1940 wurde das SS-Sonderlagers Hinzert unter die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) unterstellt.
Am 3. März 1945 wurden die meisten der überlebenden Häftlinge auf einen Gewaltmarsch Richtung KZ Buchenwald getrieben und auf dem Weg dorthin in Oberhessen schließlich befreit. Mitte März 1945 wurden die letzten noch im Lager verbliebenen Häftlinge von der US-Armee befreit.
Insgesamt wurden im SS-Sonderlager nachweislich mindestens 321 Menschen ermordet oder starben durch den Lagerterror an Krankheit, Entkräftung oder Hunger.