Wider das Vergessen: Die Gestapo Trier in der Christophstraße 1. Justiz und Polizei im regionalen Umfeld in der NS-Zeit

Tagung/Seminar/Workshop
12. Mai 2014
10:00 - 17:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert
Veranstalter:

Kooperationstagung mit der Universität Trier: Dr. Thomas Grotum (Fachbereich Neuere und Neueste Geschichte)

Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert

12. Mai 2014, 10:00 – 17:00 Uhr


Auf Initiative und mit Unterstützung der Staatsanwaltschaft Trier wird die weitgehend unbekannte Geschichte der geheimen Staatspolizei (Gestapo) Trier, die von 1935 bis Ende 1944 in der Christophstraße 1 untergebracht war, erforscht. Anlass für die Beschäftigung mit der Geschichte der Trierer Gestapo war der Umzug der Staatsanwaltschaft Trier im Oktober 2011 in das Gebäude Christophstraße 1.

Seit Anfang 2012 beschäftigen sich Studierende mit den verschiedensten Aspekten des Gesamtvorhabens in wissenschaftlichen Abschlussarbeiten.

Am 12 Mai werden in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert zum zweiten Mal Ergebnisse der Recherchen einem breiteren Publikum vorgestellt. Das Themenspektrum der Vorträge ist dabei breit gefächert, es reicht vom Personal der Gestapo, dem Umgang mit dem politischen Gegner, den Kommunisten, über die Katholische Jugend Trier bis hin zur Überwachung der ländlichen Bevölkerung. Die Verbindung zum SS-Sonderlager Hinzert wird in einem Vortrag über die „Eindeutschungspolen“ aufgezeigt.

 

Uhrzeit

Vortrag

Referent/in

10:00 – 10:10

Begrüßung und Einführung

Beate Welter

10:10 – 10:45

Die Staatspolizeistelle Trier und ihr Personal – Eine Einführung

Thomas Grotum

10:45 – 11:15

Karriere in der Gestapo – Die Biographie des Friedrich S.

Viktoria Bach

11:15-11:30

Kaffeepause

 

11:30 – 12:00

Kommunistische Propaganda im Raum Trier. Vorgehen der Gestapo gegen Einfuhr und Verbreitung illegaler Flugschriften (1933-1936)

Maike Vaas

12:00 – 12:30

Politische Gegner im Visier der Gestapo. Die Überwachung der Kommunisten in Trier

Max Heumüller

12:30 – 14:00

Mittagspause

 

14:00 – 14:30

Landwirtschaft und ländliche Bevölkerung im Spiegel der Gestapo-Lageberichterstattung (1934-1936)

Frederik Rollié

14:30 -15:00

Die Tagesrapporte der Gestapo Trier 1939 bis 1942

Martin Spira

15:00 – 15:30

Katholische Jugendliche im Raum Trier zwischen Anpassung, Unterdrückung und Widerstand (1933-1939)

Anke Schwebach

15:30 -15:45

Kaffeepause

 

15:45 – 16:15

„Eindeutschungs-Polen“ im SS-Sonderlager/KZ Hinzert

Felix Klormann

16:15 – 16:45

NS-„Rassenhygiene“ im Raum Trier – Ein Projektbericht

Matthias Klein

16:45 – 17:00

Abschlussdiskussion

 


Leitung: Dr. Beate Welter, Landeszentrale für politische Bildung, Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert