Podiumsdiskussion mit
Das Gespräch soll die Beschäftigung mit dem Thema NS-„Euthanasie“ hin zu grundlegenden ethischen Fragen öffnen. Wie verhält sich unsere Gesellschaft zu geistig oder körperlich behinderten Menschen? Wie stehen wir zu den grundlegenden ethischen wie biopolitischen Fragen, die sich besonders am Anfang und am Ende des Lebens stellen? Über diese Fragen sprechen der Psychologe und Psychotherapeut Dr. Michael Wunder, der Mitglied im Kuratorium der Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin des Deutschen Bundestages und des Deutschen Ethikrats war, die Historikerin Dr. Mirjam Janett vom Historischen Institut der Universität Bern, deren Forschungsschwerpunkte u.a. Medizingeschichte und Disability History sind, sowie die Übersetzerin Dinah Radtke, Mitbegründerin des Zentrums für selbstbestimmtes Leben Behinderter (ZSL) in Erlangen, die als Gehbehinderte selbst Rollstuhlfahrerin ist.
Das Gespräch wird vom Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg im Rahmen des Publikationsprojekts „Den NS-Krankenmord erinnern“ (Arbeitstitel) veranstaltet. Es ist eine von vier Podiumsdiskussionen, die unterschiedliche Aspekte des Umgangs mit der NS-„Euthanasie“ seit 1945 thematisieren: die Gründe für die lange verdrängte Erinnerung ebenso wie bestehende Gedenkinitiativen, ethische Zusammenhänge und künstlerische Auseinandersetzungen.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Eintritt frei