Werkstatt Geschichtsarbeit und historisch-politisches Lernen zum Nationalsozialismus KRANKENMORDE IM NATIONALSOZIALISMUS 17.-19. November 2016, in Bonn, Gustav-Stresemann-Institut - GSI
Diese jährliche Fachtagung für Geschichtsinteressierte und MultiplikatorInnen in NRW findet 2016 in Bonn statt und wird die „Euthanasie“ genannte Ermordung von Kranken unter dem NS-Regime behandeln. Welche Rolle spielten diese Verbrechen für Ideologie und Praxis der NS-Herrschaft? Warum wurde eine „Aufarbeitung“ dieses Themas so lange hinausgezögert? Neben Vorträgen und Diskussionen werden themen- und methodenorientierte Workshops sowie eine Exkursion ins Bonner Psychiatriemuseum auf dem Programm stehen.
PROGRAMM
Donnerstag, 17. 11.2016
16.30 Uhr Einchecken, Begrüßungskaffee/-tee
17.00-18.00 Uhr
Die Krankenmorde in der Weltanschauung und im Handlungssystem der Nationalsozialisten. Vortrag von Dr. Uwe Kaminsky (Ruhr-Universität Bochum)
18.00 Uhr Gemeinsames Abendessen
19.30-20.15 Uhr
Europäische Perspektiven auf die NS-„Euthanasie“-Verbrechen – Vortrag von Dr. Ulrich Baumann (Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin)
20.15-21.00 Uhr
Erinnerungsorte für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“ in Nordrhein-Westfalen – ein Überblick. Kurzvortrag von Dr. Anne Oommen-Halbach (Heinrich Heine-Universität Düsseldorf)
Freitag, 18.11.2016
9.00-10.30 Uhr
Besuch des Psychiatriemuseums „Ver-rückte Zeiten“ Bonn: Führung, Überblicksfilm, Gespräch mit Linda Orth und Dr. Wolfgang Klenk
11.00-12.30 Uhr
Kurzführung: Das Thema „Krankenmorde“ in der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus mit Astrid Mehmel – anschl.: „Krankenmorde an Bonner Zwangsarbeitern“. Kurzvortrag von Frank Sparing M.A. (Universität Düsseldorf)
13.00 Uhr Mittagessen im Gustav-Stresemann-Institut
15.00 Uhr
Kurze Vorstellung der Workshops
15.30-18.00 Uhr
Parallele Workshops zu den Themen:
• Arbeitsmaterialien zum Thema „Krankenmord“ – mit Frank Sparing M.A. (Universität Düsseldorf) und Dr. Bettina Bouresh (Landschaftsverband Rheinland) • Biografien und Familien-Erinnerung zum Thema „Krankenmord“ – mit Dr. Alfred Fleßner (Universität Oldenburg) und Ulrich Dehe (Rettenbach/Allgäu) • „lebensunwert“-Propaganda im Film – mit Thomas Hammacher M.A. (Agentur scopium, Essen)
18.30 Uhr Gemeinsames Abendessen
Samstag, 19.11.2016
9.30-11.00 Uhr
Projektebörse – Initiativen, Pläne und Produkte aus Gedenkstätten, Museen, politischer Bildung und Geschichtswerkstätten in Nordrhein-Westfalen
11.30-13.00 Uhr
Die Nachkriegsjustiz, Fritz Bauer und die ‚Euthanasie‘-Verbrechen. Vortrag von Dr. Irmtrud Wojak (Eschenlohe) und Diskussion Zu diesem Vortrag ist auch die allgemeine Öffentlichkeit willkommen!
Tagungsleitung:
Dr. Paul Ciupke, Astrid Mehmel, Dr. Norbert Reichling
Teilnahmegebühr
110 € bei Übernachtung im EZ, 55 € für Arbeitslose und Studierende sowie für Tagesgäste (jeweils mit Verpflegung)
Tagungsorte:
Gustav-Stresemann-Institut, Langer Grabenweg 68, 53175 Bonn Psychiatriemuseum Bonn (LVR-Klinik), Kaiser-Karl-Ring 20, 53111 Bonn Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus, Franziskanerstraße 9, 53113 Bonn
Veranstalter, Rückfragen und Anmeldung:
Bildungswerk der Humanistischen Union NRW e.V.
Kronprinzenstraße 15, 45128 Essen
Tel: 0201 – 22 79 82
E-Mail: buero@hu-bildungswerk.de
in Zusammenarbeit mit dem
Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und –Erinnerungsorte NRW und der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung NRW
Anhang