Vor dem Zweiten Weltkrieg galt Warschau als eine der schönsten Metropolen
Europas. Doch Krieg und deutsche Besatzung hinterließen eine zu
80 Prozent zerstörte Stadt. Über die Hälfte der 1,3 Millionen Einwohner
wurde in den Kriegsjahren getötet. Die polnische Hauptstadt wurde so
zum Symbol der Zerstörung, aber auch des schnellen Wiederaufbaus in
der Nachkriegszeit.
Bis heute prägt das Schicksal ihrer Heimatstadt die Lebenserinnerungen
vieler älterer Warschauer. Auch in privaten Fotoalben spiegelt sich dies
oft wieder. Die Organisation „mali bracia Ubogich“ bringt mit Unterstützung
der Stiftung EVZ seit Oktober 2008 junge Menschen mit Überlebenden
der Besatzung Warschaus zusammen. Anhand der privaten Fotos
erzählen die Senioren ihre Lebensgeschichten. Daraus entstand eine berührende
Ausstellung über das Leben der Bewohner Warschaus vor,
während und nach dem Krieg, aber auch zur Lebenssituation älterer
Menschen und NS-Opfer im heutigen Polen. Zur Berliner Ausstellungseröffnung
sprechen zwei Teilnehmerinnen, die Zeitzeugin Janina Szumna
und die junge Ehrenamtliche Małgorzata Siewiera, über ihre gemeinsamen
Erfahrungen im Projekt.
Programm
Begrüßung:
Dr. Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung EVZ
Gespräch mit Projektteilnehmenden:
Janina Szumna, Zeitzeugin
Małgorzata Siewiera, Ehrenamtliche bei „mali bracia Ubogich“
Klaus Pawletko, Geschäftsführer von „Freunde alter Menschen“
Moderation:
Anja Kräutler, Stiftung EVZ
Ausstellungseröffnung und Stehempfang
Anmeldung bis Dienstag, 20. August 2013 erbeten