"Warschau war eine schöne Stadt ..." Kindheit, Krieg und Wiederaufbau in privaten Fotoalben

27. August 2013
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: Stiftung EVZ ⋅ Lindenstraße 20–25 ⋅ 10969 Berlin
Veranstalter: Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"

Vor dem Zweiten Weltkrieg galt Warschau als eine der schönsten Metropolen

Europas. Doch Krieg und deutsche Besatzung hinterließen eine zu

80 Prozent zerstörte Stadt. Über die Hälfte der 1,3 Millionen Einwohner

wurde in den Kriegsjahren getötet. Die polnische Hauptstadt wurde so

zum Symbol der Zerstörung, aber auch des schnellen Wiederaufbaus in

der Nachkriegszeit.

Bis heute prägt das Schicksal ihrer Heimatstadt die Lebenserinnerungen

vieler älterer Warschauer. Auch in privaten Fotoalben spiegelt sich dies

oft wieder. Die Organisation „mali bracia Ubogich“ bringt mit Unterstützung

der Stiftung EVZ seit Oktober 2008 junge Menschen mit Überlebenden

der Besatzung Warschaus zusammen. Anhand der privaten Fotos

erzählen die Senioren ihre Lebensgeschichten. Daraus entstand eine berührende

Ausstellung über das Leben der Bewohner Warschaus vor,

während und nach dem Krieg, aber auch zur Lebenssituation älterer

Menschen und NS-Opfer im heutigen Polen. Zur Berliner Ausstellungseröffnung

sprechen zwei Teilnehmerinnen, die Zeitzeugin Janina Szumna

und die junge Ehrenamtliche Małgorzata Siewiera, über ihre gemeinsamen

Erfahrungen im Projekt.


Programm

Begrüßung:

Dr. Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung EVZ

Gespräch mit Projektteilnehmenden:

Janina Szumna, Zeitzeugin

Małgorzata Siewiera, Ehrenamtliche bei „mali bracia Ubogich“

Klaus Pawletko, Geschäftsführer von „Freunde alter Menschen“

Moderation:

Anja Kräutler, Stiftung EVZ

Ausstellungseröffnung und Stehempfang

Anmeldung bis Dienstag, 20. August 2013 erbeten