Vortragsveranstaltungen im Rahmen der Ausstellung „Ich hätte nie geglaubt, noch einmal hierher zu kommen - Schicksale ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und das Hamburger Besuchsprogramm 2001 bis 2013
“.
Eine Erfahrung, die ein Leben lang bleibt. Zur Arbeit mit Biografien von Zwangsarbeitenden.
Rund 600 ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus 27 Ländern sind in den 2000er-Jahren im Rahmen eines breit angelegten oral-history-Projektes zu ihren Lebensgeschichten befragt worden. Die Sammlung dieser Berichte gibt ein umfassendes Bild über die individuellen Erfahrungen und Erinnerungen ehemaliger Zwangsarbeitender. Alexander von Plato hat das Zeitzeugen-Projekt mitkonzipiert und begleitet. Zusammen mit Almut Leh und Christof Thonfeld veröffentlichte er dazu 2008 das Buch "Hitlers Sklaven: Lebensgeschichtliche Analysen zur Zwangsarbeit im internationalen Vergleich".
Prof. Dr. Alexander von Plato stellt das einzigartige Befragungs-Projekt vor und spricht über die Erkenntnisse, die sich aus den Interviews gewinnen lassen sowie über die Bedeutung dieser Quellensammlung.
Dienstag, dem 9. September 2014
19 Uhr
Katholische Akademie Hamburg, Herrengraben 4
Eintritt: 5 €/ermäßigt 3 €
Entschädigung für NS-Zwangsarbeit – eine Bilanz der (späten) Übernahme historischer Verantwortung.
Nach langen internationalen Verhandlungen wurde im Jahr 2000 die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ gegründet. Das Stiftungskapital in Höhe von 10 Mrd. Euro wurde von deutschen Unternehmen und der Bundesregierung bereitgestellt; über 1,5 Millionen ehemalige Zwangsarbeitende und KZ-Häftlinge erhielten bis 2007 eine finanzielle Leistung („Entschädigung“) ausgezahlt. Günter Saathoff ist Vorstand der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“. Er hat die Diskussionen um die Entschädigung für Zwangsarbeit in der Bundesrepublik, die Arbeit der Stiftung und das Auszahlungsverfahren von Anfang an begleitet und geleitet.
Günter Saathoff berichtet über Erfahrungen und Hintergründe der Arbeit der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ sowie über die aktuellen vielfältigen Fördermöglichkeiten für soziale und Bildungs- und Begegnungsprojekte.
Donnerstag, dem 11. September 2014
19 Uhr
Katholische Akademie Hamburg, Herrengraben 4
Eintritt: 5 €/ermäßigt 3 €
Die Ausstellung ist ab 9. September noch bis einschließlich 13. September 2014 im Foyer des Hamburger Rathauses zu sehen, Eintritt frei.