Mittwoch, 24. Oktober 2018, 19.00 Uhr
Während des Zweiten Weltkriegs waren Frauen an der „Heimatfront“ in den Millionen Mitglieder zählenden NS-Frauenorganisationen und im Reichsluftschutzbund aktiv und übernahmen kriegsbedingte Aufgaben und Betreuungsdienste.
Nicole Kramer wird in ihrem Vortrag über Aktivierungsmaßnahmen des NS-Regimes zur Mobilisierung von Frauen als Akteurinnen der „kämpfenden Volksgemeinschaft“ sprechen, aber auch Formen der Distanzierung und Handlungsspielräume der Frauen aufzeigen. Dabei geht sie auch auf die integrative Wirkung des „völkischen Wohlfahrtsstaates“ ein, in dem insbesondere Kriegerwitwen, Ausgebombte und Evakuierte ein breites Spektrum staatlicher Sozialleistungen und Fürsorgemaßnahmen zugestanden wurde. Schließlich setzt sich Nicole Kramermit der bis heute gültigen Erinnerungsikone der „Trümmerfrau“ auseinander.