Friedrich Keller (1885-1970) war zwischen 1933 und 1947 Geschäftsstellenleiter am Amtsgericht Laubach (Oberhessen). Als Sozialdemokrat war er bereits früh ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. Mehrfach wurde er seitens der örtlichen NS-Funktionäre bedroht und verfolgt.
In seinem Vortrag informiert Markus Roth über den Laubacher Justizinspektor, der während des Krieges beinahe täglich seine Kritik am NS-Regime niederschrieb und zahlreiche Verbrechen der NS-Diktatur dokumentierte. Kellers Tagebücher belegen, dass es möglich war, von den Verbrechen des "Dritten Reiches" zu wissen.