Vor 75 Jahren: Verweigerung des Kriegsdienstes und die Zeugen Jehovas

Vortrag/Vorlesung
18. Oktober 2014
15:00 - 00:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte Schillstraße
Veranstalter: Gedenkstätte Schillstraße

Zum Ende und im Anschluss an die  Ausstellung „Kinder im Krieg – Polen 1939 – 1945“ kann in der Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße die Frage nach dem Geschehen vor 75 Jahren weiter verfolgt werden.

Vortrag von Reiner Lüdtke

Eine Verweigerung des Kriegsdienstes wurde aufgrund der bei Kriegsbeginn erlas-senen Sonderstrafrechtsverordnung als „Zersetzung der Wehrkraft“ mit der Todesstrafe geahndet. Bei weitem am stärksten waren von diesen Urteilen durch das Reichskriegsgericht Mitglieder der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas betroffen. Bereits am 15.9.1939 erfolgte im Konzentrationslager Sachsenhausen die demonstrative Erschießung von August Dickmann, eines Zeugen Jehovas, vor den angetretenen Gefangenen. Dennoch erklärten nur wenige der inhaftierten Zeugen ihre Bereitschaft zum Wehrdienst. Reiner Lüdtke berichtet in seinem Beitrag auch über Verfolgungsschicksale aus der Region.