Begegnung mit ehemaligen Zwangsarbeitern und Schülern beider Länder
In der Zeit des Nationalsozialismus waren über 4300 Frauen, Männer und Kinder aus der damaligen Sowjetunion nach Osnabrück verschleppt worden. Die Meisten von ihnen waren damals Jugendliche und stammten aus der Ukraine. Ihre Geschichte und Erfahrungen werden erst seit wenigen Jahren in Deutschland und der Ukraine wahrgenommen. Den Überlebenden Gehör zu verschaffen und die gegenwärtigen Verbindungen zwischen den Menschen beider Länder zu vertiefen, sind die Ziele eines deutsch-ukrainischen
Begegnungsprojektes der Gedenkstätte Augustaschacht. Jugendliche der Osnabrücker Ursulaschule und des Simferopoler Gymnasiums Nr. 9 (Ukraine) besuchten im Mai dieses Jahres in der Ukraine gemeinsam Zeitzeugen, die in Osnabrück zwangsweise gearbeitet hatten. Mit Unterstützung von Osnabrücker
Gedenkstättenmitarbeitern und Lehrerinnen beider Schulen interviewten sie die Zeitzeugen und luden Sie zu einer Spurensuche nach Osnabrück ein. Der Besuch der Zeitzeugen mit ihren Angehörigen und den Schülern aus Simferopol findet in der letzten Septemberwoche 2010 statt. Als Ergebnis dieser ungewöhnlichen Begegnung zwischen den Generationen stellen die deutschen und ukrainischen Schüler in dieser Veranstaltung die Lebenswege, der von Ihnen begleiteten ehemaligen Zwangsarbeiter, der Öffentlichkeit vor.
Anschließend sind die ukrainischen Zeitzeugen zum Gespräch bereit.
Moderation: Dr. Michael Gander, Gedenkstätte Augustaschacht e.V.
Veranstaltung der Volkshochschule Osnabrück und der Gedenkstätte Augustaschacht. Eintritt frei