Die jüdische Familie Meinhardt lebte über Generationen in Schwedt an der Oder und war mit Tabakanbau zu Wohlstand gekommen. 1938 wurden die Betriebe „arisiert“ und beim Novemberpogrom die männlichen Familienmitglieder verhaftet und misshandelt. Käte Meinhardt bemühte sich unermüdlich um ein Visum, um ihren Mann Gerd aus dem KZ Sachsenhausen herauszuholen. Die beiden hatten erst im April 1938 geheiratet.
Albert Michael Meinhardt, 1941 in Santiago geborener Sohn von Käte und Gerd Meinhardt, schildert die Verfolgungsgeschichte der Meinhardts und die Flucht seiner Eltern nach Chile.