Für die SS war die „Deutsche Versuchsanstalt für Ernährung und Verpflegung“, so die offizielle Bezeichnung des „Kräutergartens“ in Dachau, ein Prestigeobjekt. Für die Häftlinge aus dem nahen Konzentrationslager war es ein gefürchtetes, mörderisches Arbeitskommando. Der Verein „Zum Beispiel Dachau“ hat umfassend zu diesem Thema geforscht. Daraus ist 2014 eine Ausstellung entstanden. Das jüngst erschienene Buch ergänzt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Gelände, das heute in Dachau-Ost fast gänzlich vom Gewerbegebiet am Schwarzen Graben überbaut ist.
Monika Lücking, eine Mitautorin, stellt das neue Buch vor.