Ortschaften, die Gewaltakten in den Weltkriegen zum Opfer gefallen sind, hinterlassen im historischen Gedächtnis der betroffenen Nation schmerzhafte Wunden. Am Beispiel verschwundener Orte in Ost- und Westeuropa untersuchen wir, wie historische Narben verheilen und die Verletzungen kommenden Generationen vermittelt werden.
Das Gedenkstättentreffen in Kreisau richtet sich an Mitarbeiter aus Museen, Zeitzeugenprojekten und Gedenkstätten in Ost- und Westeuropa. Gepflegt wird der Austausch über den Umgang mit historischem Erbe, mit Erinnerung und wissenschaftlicher Erkenntnis über Krieg, Fremdherrschaft und Diktatur. Ziel ist, Geschichtspolitik und -didaktik in Ost und West wechselseitig verständlich zu machen.
Tagungssprachen sind Deutsch, Polnisch und Russisch.