Deadline: 09.07.2014
Der Umsturzversuch vom 20. Juli war lange Zeit umstritten. Gesellschaftliche Gruppen und Einzelpersonen, Politiker und Historiker versuchten, ihre je eigenen Deutungen in der Öffentlichkeit durchzusetzen. Für die Einen blieben die Männer und Frauen des 20. Juli Verräter an der Volksgemeinschaft. Anderen erschienen sie als Vorbilder. Ob sie an Verbrechen des nationalsozialistischen Terrorregimes beteiligt waren, wurde nicht zuletzt in den letzten Jahrzehnten immer wieder kontrovers diskutiert.
Diesen Auseinandersetzungen will das Haus der Geschichte Baden-Württemberg nachspüren. Ausgewiesene Fachleute aus dem In- und Ausland werden beleuchten, wie unterschiedliche Geschichtsdeuter zwischen 1945 und heute ihr Bild des 20. Juli in Wort, Schrift und Film durchzusetzen suchten und welche Ziele sie damit verfolgten.
Donnerstag, den 17. Juli 2014
10.00-10.15 Uhr
Begrüßung
Dr. Thomas Schnabel, Leiter des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg
Wolfgang Schneiderhan, Vorsitzender der Stauffenberg Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.
10.15-11.15 Uhr
Der 20. Juli 1944 in der deutschen Erinnerungskultur
Prof. Dr. Christoph Cornelißen, Frankfurt
11.15-12.15 Uhr
Helden, Opfer, Verbrecher: Das Bild der Wehrmacht und die Geschichtspolitik der Bundesrepublik
Prof. Dr. Habbo Knoch, Köln
12.15-14.00 Uhr Mittagspause
13.30h Gelegenheit zu einer Kurzführung mit Kuratorin Dr. Cornelia Hecht durch den neugestalteten Dauerausstellungsbereich "Zeit der Weltkriege 1914 - 1945"
14.00-15.00
Friedrich Fromm - "Unser Verräter"?
Hinterbliebenenversorgung als Instrument im Kampf um Deutungshoheit.
Prof. Dr. Bernhard Kroener, Potsdam
15.00-16.00 Uhr
Die unheilbare Wunde: Der 20. Juli 1944 im kollektiven Gedächtnis der Wehrmachtsgeneralität (1949-1969)
PD. Dr. Alaric Searle, Manchester/München
16.00-16.15 Kaffeepause
16.15 -17.15 Uhr
Irving, Rommel und der 20. Juli 1944
Dr. Cornelia Hecht, Stuttgart, Dr. Christopher Dowe, Stuttgart,
Prof. Dr. Peter Steinbach, Baden-Baden/Berlin
Moderation: Eggert Blum, Baden-Baden
17.15-18.15 Uhr
Joachim Fest und der 20. Juli 1944: Geschichtsbilder, Vergangenheitskonstruktionen, Narrative
PD Dr. Magnus Brechtken, München
18.15h Gelegenheit zu einer Kurzführung mit Kuratorin Dr. Franziska Dunkel durch die Sonderausstellung "Fastnacht der Hölle. Der Erste Weltkrieg und die Sinne"
19.00-20.15 Uhr
Einführung: Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger, Stuttgart
Breite, Vielfalt, Widersprüchlichkeit: Probleme der Darstellung der Regimegegnerschaft in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Prof. Dr. Peter Steinbach, Baden-Baden/Berlin
Kontakt:
Dr. Christopher Dowe
Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Urbansplatz 2, 70182 Stuttgart
dowe@hdgbw.de
URL: http://www.hdgbw.de