22 Jahre liegt die Friedliche Revolution mittlerweile hinter uns. Und noch immer diskutieren wir über ehemalige Stasi-Mitarbeiter, die Verharmlosung von DDR-Unrecht und vergessene Opfer der Diktatur. Es scheint, als seien wichtige moralische Fragen in unserer Gesellschaft noch nicht beantwortet: Kann es zwischen Tätern und Opfern nach einer Diktatur zur Aussöhnung kommen? Ist Versöhnung nur persönlich möglich oder auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene? Was dürfen Opfer fordern, wie verhalten sich ehemalige Täter? Haben diese Fragen heute eine andere, vielleicht sogar dringendere Relevanz als direkt nach 1989? Zur Veranstaltung der Robert-Havemann-Gesellschaft, des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord am 7. Oktober 2011 laden wir Sie herzlich ein.
Es diskutieren:
Prof. Dr. Thomas Hoppe, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen
Friederike von Kirchbach, Pröpstin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Moderation:
Dr. Jacqueline Boysen, Evangelische Akademie zu Berlin
7. Oktober 2011
19 Uhr
Vergeben, vergessen und vorbei?
Versöhnung nach der Diktatur
Gethsemanekirche
Stargarder Straße 77
Berlin, Prenzlauer Berg
Anfahrt
S- und U-Bahn Schönhauser Allee