Die Sinti und Roma Europas gehörten im Nationalsozialismus zu den aus rassistischen Gründen verfolgten Gruppen. Als ‚Zigeuner‘ stigmatisiert wurden zwischen 200.000 und 500.000 von ihnen durch die Nazis im besetzten Europa ermordet. Die rassistische Verfolgung dieser Menschen hält bis heute an. Aktuelle Beispiele von Gewaltexzessen gegen diese Bevölkerungsgruppe sowie staatlich organisierter Diskriminierung, wie sie etwa aus Ungarn bekannt sind, verdeutlichen das Ausmaß des Antiziganismus. Auch in Deutschland haben Sinti und Roma weiterhin mit rassistischen Stereotypen und Gewalt zu kämpfen. Die Heinrich Böll Stiftung Hamburg lädt in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zu einem Zeitzeugin-Gespräch mit Frieda Larsen ein. Dabei gibt es für die Teilnehmenden die Möglichkeit, mit einer Überlebenden des nationalsozialistischen Terrors ins Gespräch zu kommen. Anhand der Lebensgeschichte.
Frieda Larsens kann nachvollzogen werden, welche Auswirkungen der Nationalsozialismus auf die Betroffenen bis heute hat. Außerdem wollen wir diskutieren, ob es gesellschaftliche Konsequenzen aus der damaligen Verfolgung gibt. Im Anschluss wird der Gesprächsinhalt durch eine thematisch fokussierte Führung über das Gelände der Gedenkstätte vertieft.
Anmeldung bis zum 14. März unter info@umdenken-boell.de oder Tel. 040 389 52 70
Kosten: 5 Euro,inkl. HVV, Führung, Getränke
Abfahrt 9:40 Uhr
Treffpunkt: Hauptbahnhof Gleis 4 (S 21) an der vorderen Treppe Fahrtrichtung