Verfolgung und Deportation der europäischen Juden

6. Oktober 2010
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: Kreismuseum Wewelsburg
Veranstalter: Kreismuseum Wewelsburg

Das Beispiel Theresienstadt, Dr. Vojtech Blodig, Vortrag mit Diskussion

Im November 1941 wurde in Theresienstadt (Terezín, etwa 60 Kilometer von Prag entfernt) ein Ghetto errichtet, das ein wesentlicher Teil der Maschinerie der nationalsozialistischen „Endlösung der Judenfrage“ war. Waren anfangs „nur“ Juden aus dem damaligen Protektorat Böhmen und Mähren in mehreren ehemaligen Kasernen untergebracht, so wurde Theresienstadt nach der berüchtigten Wannseekonferenz ein großes Sammel- und Durchgangslager, in das auch die jüdischen Menschen aus anderen europäischen Ländern deportiert wurden. Annähernd 35.000 der 155.000 hier inhaftierten Männer, Frauen und Kinder fanden vor Ort den Tod, weitere 83.000 kamen nach der Deportation aus Theresienstadt in den Vernichtungslagern, in den Arbeitslagern oder auf den Todesmärschen gegen Kriegsende um. Dr. Vojtech Blodig informiert in seinem Vortrag über die Geschichte Theresienstadts und seiner Opfer.

Dr. Vojtech Blodig ist Historiker und stellvertretender Leiter der Gedenkstätte in Theresienstadt.