Es sprechen:
Artur Zelski, Direktor der nationalen Gedenkstätte Chatyn der Republik Belarus
Einführung: Dr. Elena Temper, Leipzig
Moderation: Dr. Jörg Morré, Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst
Zum Thema zeigt die Botschaft der Republik Belarus die Ausstellung „Chatyn als Ort nationalen Gedenkens“.
Nach der Wiedereröffnung des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst thematisiert das Veranstaltungsformat „Lesung im Wintergarten“ bis Ende des Jahres in loser Folge einzelne Aspekte der neuen Dauerausstellung sowie des historischen Ortes.
Den Anfang macht am 8. August 2013 ein Podiumsgespräch zu den in der Sowjetunion von den deutschen Besatzern „verbrannten Dörfern“. Mehr als 600 Dörfer wurden im Rahmen der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik allein im heutigen Weißrussland zerstört. Tausende ihrer Einwohner wurden dabei getötet. Dieses Vorgehen war Teil der Strategie der „verbrannten Erde“. Am 28. Februar 1943 befahl Hitler der Wehrmacht, bei ihren Rückzügen „verbrannte Erde“ zu hinterlassen. Die Wirtschaft und Infrastruktur der geräumten Gebiete wurde zerstört und die arbeitsfähige Bevölkerung mit nach Westen geführt. Diese Zwangsevakuierungen kosteten 1943/44 eine bis heute unbekannte Zahl von Menschen das Leben. An der zurückgelassenen Bevölkerung verübten Wehrmacht und SS ebenfalls Verbrechen.
2013 jährt sich das Massaker der SS im weißrussischen Chatyn zum 70. Mal. Das Podiumsgespräch thematisiert das Massaker vom 22. März 1943 und geht dabei auch Fragen zur Erinnerung an das historische Ereignis nach.
Der Eintritt ist frei.