Lesung aus den Kriegstagebüchern Erich Mühsams
Einführung
Chris Hirte Herausgeber der Mühsam-Tagebücher
Lesung mit Evelyn Rahm
Musik: Sally Sallmann
Ort: Innenhof des Cafés im Neuen Museum
Vor 100 Jahren begann der 1. Weltkrieg und vor 80 Jahren wurde Erich Mühsam im KZ Oranienburg ermordet. Mühsams Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren 1914 bis 1916 sind eine Chronik des 1. Weltkrieges aus der Sicht eines Anarchisten. Er erzählt von der anfänglichen Kriegsbegeisterung und verfolgt ohnmächtig die Berichte der nationalen und internationalen Presse über die Kriegsgräuel und den Völkermord an den Armeniern. Immer wieder sucht er vergeblich nach Verbündeten für eine Antikriegsbewegung. Auch den Alltag abseits der Front schildert er, die steigenden Lebensmittelpreise, die Proteste dagegen und den aufkeimenden Antisemitismus.