"…und die ganze Welt zu alarmieren"

Gedenkveranstaltung
19. Januar 2023
18:00 - 21:00 Uhr
Ort: Veranstaltungssaal der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Oranienburger Str. 28-31, 10117 Berlin
Veranstalter: Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz

Widerstand und Selbstbehauptung von Jüdinnen und Juden im Angesicht der Shoah - Veranstaltung zum 81. Jahrestag der Besprechung am Wannsee vom 20. Januar 1942

Am 19. Januar 1942, dem Vorabend der sogenannten Wannsee-Konferenz, kommandierte Rudolf Lange die Ermordung von 900 Jüdinnen und Juden am Stadtrand Rigas. Anschließend flog er zu der Besprechung nach Berlin. 

Am selben Tag floh Szlama Ber Winer aus dem Todeslager Kulmhof nach Warschau. Dort informierte er den jüdischen Widerstand über den Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden. Sein Bericht wurde im Ringelblum-Archiv überliefert und erreichte Ende 1942 auch die Alliierten. Szlama Ber Winers Handeln zeugt von jüdischer Selbstbehauptung und Widerstand im Angesicht der Shoah. 

Zum 81. Jahrestag der „Wannsee-Konferenz“ werden die Handlungen und Entscheidungen von Täter:innen und Betroffenen im Kontext der Radikalisierung des Mordens in den Jahren 1942/43 thematisiert. Es wird daran erinnert, wie Jüdinnen und Juden durch Dokumentation und bewaffneten Widerstand dem Versuch ihrer Auslöschung entgegentraten, um „die ganze Welt zu alarmieren“. Dies wird zum Anlass genommen, über den Stellenwert und die Geschichte jüdischer Selbstermächtigung und Selbstbehauptung zu diskutieren und nach ihrer Bedeutung für heute zu fragen.

Programm: 

  • 18.00 Uhr: Begrüßung und Einleitung – Deborah Hartmann und Verena Bunkus, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz 
  • 18.15 Uhr: Jüdische Selbstbehauptung: das Beispiel des Warschauer Ghettos – Dr. Tom Navon, Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow  
  • 18.45 Uhr: Die Shoah in Polen. Opfer, Überlebende und die verantwortlichen Täter – PD Dr. Martin Cüppers, wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart 
  • 19.15 Uhr: Pause  
  • 19.45 Uhr: Selbstbehauptung, Selbstermächtigung und Empowerment vor, während und nach der Shoah. Deborah Hartmann im Gespräch mit Prof. Dr. Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt 
  • 20.30 Uhr: Diskussion, Moderation: Deborah Hartmann 
  • 21.00 Uhr: Ende 

Die Veranstaltung wird in Deutsch und Englisch sowie in Deutsche Gebärdensprache simultan übersetzt.

Eintritt frei

Bitte seien Sie wegen der Sicherheitskontrolle 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn am Eingang. 

Anmeldung zur Teilnahme online (Zoom) oder vor Ort

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