ÜBERLEBENDE JÜDISCHE KINDER DES HOLOCAUST
BIOGRAFISCHES THEATER MIT JUGENDLICHEN UND ZEITZEUGEN
Von THEATERTEAM Berlin und dem Käthe Kollwitz Gymnasium mit Unterstützung der Zeitzeugin Andrée Leusink
gefördert von der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Premiere: Mittwoch, 5. Juni 2013
Beginn: 19.30 Uhr
Ort: Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
AUSGANGSPUNKT des Theaterstückes ÜBERLEBEN IM VERSTECK ist das Schicksal versteckter jüdischer Kinder im Nationalsozialismus, die zu Tausenden gezwungen waren, sich, getrennt von ihren Eltern lebend, unter schmerzvollen Entbehrungen zu verstecken. Der Theaterarbeit liegen authentische Berichte zu Grunde: Überleben im Versteck von Raphael Delpard, Versteckte Kinder von Dr. Kerstin Muth sowie Zeitzeugen-Berichte der Online-Ausstellung Hidden Children des Holocaust Memorial Museum (USA).
ÜBERLEBEN IM VERSTECK schildert eindringliche Momente, in denen couragiertes Handeln von Menschen Leben rettete, wo kaum noch Hoffnung bestand. Es vergegenwärtigt die Bedeutung der persönlichen Verantwortung eines Jeden für ein gewaltloses, menschenwürdiges Miteinander - auch in der heutigen Zeit.
DIE INSZENIERUNG ist eine Collage aus erzähltem Text, improvisierten Szenen, Choreographie und Sound. Die Aufführung sowie die gegenwartsbezogene Rahmenhandlung des Stückes wurden vorwiegend von den Schülern selbst entwickelt. ie Jugendlichen konfrontieren sich über die Einzelschicksale mit historischem Unrecht und ergründen so Motive für Krieg, Gewalt, Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus. Eine wesentliche Rolle hierbei spielt die Begegnung und Zusammenarbeit mit der Zeitzeugin Andreé Leusink. Als verstecktes jüdisches Kind hat sie den Holocaust in Frankreich und der Schweiz überlebt. Ihre Schilderungen lieferten den Schülern entscheidende Details bei der Erarbeitung der Charaktere und Szenen.
ÜBERLEBEN IM VERSTECK wurde von der Regisseurin Nadja Tenge (Theaterteam Berlin) konzipiert und entstand in Zusammenarbeit mit Schülern der 11. Klasse der Käthe Kollwitz Oberschule Berlin.
Nach jeder Aufführung findet eine moderierte Diskussion statt. Das Publikum kann an das Theaterteam, an die Zeitzeugin sowie an die jugendlichen DarstellerInnen Fragen stellen.