"Töten aus Überzeugung. Die nationalsozialistischen ,Euthanasie-Morde' in Deutschland und Europa" ist der Titel einer Ausstellung an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg von diesem Dienstag an bis 14. Januar im Gebäude C, Erdgeschoss, Auf der Karlshöhe 2.
Laut einer Mitteilung werden in Fotografien, Dokumenten und Szenen die Methoden und Verbrechen der Nationalsozialisten gegen Menschen mit Behinderung dargestellt. Die szenische Darstellung in Schaukästen solle einen Gegenpol zur reinen Vermittlung von Daten, Fakten und Zahlen setzen und Geschichte "erfühlbar" machen, wie der Ausstellungsmacher Michael Gollnow sagt.
Die Ausstellung war zuerst in Polen zu sehen, dann an verschiedenen Orten in Berlin und kommt jetzt erstmalig in den Süden Deutschlands.
Dazu ist ein Info-Flyer erschienen, und es werden drei Vorträge angeboten, jeweils Donnerstag ab 18 Uhr: Am 3. Dezember geht es um "Barrierefreies Gedenken in Grafeneck?" mit den Referentinnen Franka Rößner und Sebastian Priwitzer, am 10. Dezember spricht Prof. Dr. J. Thomas Hörnig über "Martin Luther und die sogenannten Behinderten", und am 14. Januar wird Prof. Ylva Söderfeldt vom Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin in Aachen über "Disability History - Verkörperte Differenz in der Geschichte" referieren.
Info Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr. Der Eintritt zu der Ausstellung ist kostenfrei.
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