Buchvorstellung mit Dr. Beate Meyer, Hamburg
Montag, 27. Februar 2012, 18.00 Uhr c.t.
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Grüneburgplatz 1, IG Farben-Haus, Raum 311
Die Funktionäre der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland waren gezwungen, mit der Gestapo zu kooperieren. Zwischen 1939 und 1941 bemühten sie sich vor allem um die Auswanderung, Bildung und Fürsorge. Nach Beginn der Deportationen leisteten sie Zuarbeiten zu diesen, weil sie hofften, die Dynamik der NS-Judenpolitik zu verlangsamen und Willkür und Gewalt zu verhindern. Der Vortrag fragt nach den Konsequenzen dieser Strategie für die Betroffenen wie auch für das Urteil über die Funktionäre nach 1945.
Dr. Beate Meyer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg.
Beate Meyer, Tödliche Gratwanderung. Die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland
zwischen Hoffnung, Zwang, Selbstbehauptung und Verstrickung (1939–1945)
464 S., Göttingen: Wallstein Verlag, 2011, € 39,90