"Tödliche Gefahrenzone“ – Fürsorge im Nationalsozialismus zwischen Psychiatrie und Konzentrationslager

Vortrag/Vorlesung
12. Mai 2016
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: NS-Dokumentationszentrum München
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München

Begleitprogramm zur Sonderausstellung „erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“

NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium

Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen Sitzplatz: veranstaltungen.nsdoku@muenchen.de

Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München in Zusammenarbeit mit der AG „Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozialismus in München“

Die Ausrichtung der Fürsorge war ein Instrument der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik. Konzept und Praxis orientierten sich an der Ideologie der „Auslese und Ausmerze" von Rassenhygiene und völkischer Erbbiologie. Die davon Betroffenen wurden mit dem Stigma der „erbbiologischen Minderwertigkeit" versehen. Sie erlitten soziale Isolation, gezielte Vernachlässigung, Zwangssterilisationen, Konzentrationslagerhaft und Verwahrung in der Psychiatrie. Viele von ihnen wurden Opfer der Krankenmorde. Bis heute zählen sie zu den vergessenen Opfern der NS-Zeit.

 

Prof. Dr. Annette Eberle ist Professorin für Pädagogik an der Katholischen Stiftungsfachhochschule für Soziale Arbeit München/Benediktbeuern.