„Auschwitz“ wird heutzutage universell als Metapher für die größten Verbrechen der Menschheit, begangen vom nationalsozialistischen Deutschland, verstanden. „Auschwitz“ gilt als Symbol für den Holocaust, den planmäßigen Mord an dem europäischen Judentum und ist ein bedeutender Erinnerungsort für Sinti und Roma. Von dem Lagerkomplex des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz sind heute nur noch einige Gebäude erhalten geblieben. Während die Steinbauten des Stammlagers Auschwitz den Kern der Gedenkstätte und das Museum Auschwitz bilden, stehen auf dem Gelände des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau nur noch wenige rekonstruierte Barackenbauten. Von dem Nebenlager Auschwitz-Monowitz sind keine baulichen Reste erhalten. Dem Projekt liegen technische Zeichnungen zugrunde, die eine komplette visuelle Rekonstruktion des Stammlagers Auschwitz, des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und des Nebenlagers Auschwitz-Monowitz darstellen. Damit gibt es erstmals für ein Konzentrationslager eine umfassende Rekonstruktion des Lagerkomplexes sowie aller zentralen Gebäude. In der Ausstellung werden die technischen Zeichnungen mit Häftlingszeichnungen kontrastiert. Der kühle technokratische Vorgang der Organisation der Massenvernichtung wird dem unmenschlichen Alltag der Häftlinge von der Ankunft der Deportationszüge, über die Selektionen, dem menschenverachtenden Lebensbedingungen bis hin zu ihrer Ermordung gegenübergestellt.
ProgrammBegrüßungDr. Werner Jung
, Direktor des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln
Grußwort
Jürgen Roters, Oberbürgermeister der Stadt Köln
Einführung in die Ausstellung
Peter Siebers, Bauzeichner, Köln
Der planmäßige Tod. Vom Reißbrett bis zur Realisierung
Prof. Dr. Gideon Greif, Tel Aviv
Auschwitz als Realität und Symbol
Um Anmeldung wird gebeten.
Die Ausstellung: 21.1.2014 bis 03.05.2014