Am Samstag, den 28. August 2021 findet in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme von 12 bis 17 Uhr ein Thementag zu den ehemaligen sowjetischen Gefangenen statt - mit Kurzvorträgen, einem Rundgang und einem neuen Audiowalk.
Vor 80 Jahren, am 22. Juni 1941, überfiel das nationalsozialistische Deutschland die Sowjetunion. Schon im August 1941 wurden die ersten sowjetischen Kriegsgefangenen zur Ermordung ins KZ Neuengamme gebracht. Später wurden auch Widerständler*innen, Jüdinnen und Juden sowie inhaftierte Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus der besetzten Sowjetunion in das KZ Neuengamme deportiert. Insgesamt stammte fast die Hälfte der etwa 100.000 Gefangenen im KZ Neuengamme, mehr als 41.000 Menschen, aus dem östlichen Europa und Mittelosteuropa. Viele von ihnen starben hier.
Am Thementag (Programm anbei) stellen Mitarbeiter*innen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme die verschiedenen Gefangenengruppen aus der damaligen Sowjetunion und deren Schicksale vor. Der Schwerpunkt liegt auf dem Thema Kriegsgefangene. Es werden Themenrundgänge und Kurzvorträge angeboten. Besucher*innen können sich an Stationen auf dem ehemaligen Lagerareal über sowjetische Häftlinge im Lager informieren. Ein thematischer Lageplan und ein neuer Audiorundgang auf deutsch, russisch und ukrainisch leiten über das Gelände. Die von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte konzipierte Sonderausstellung "Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung" gibt vertiefende Informationen zum Leben nach der Befreiung und beschreibt die Rückkehr von Überlebenden in ihr ziviles Leben.