„Terror in der Provinz Brandenburg. Frühe KZ 1933/34“

20. Januar 2015
18:00 - 00:00 Uhr
Ort: Landtag Brandenburg, Alter Markt ,1 14467 Potsdam
Veranstalter: Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Nachdem in Berlin die Ernennung des neuen Reichskanzlers Adolf Hitler am 30. Januar 1933 von den Nationalsozialisten mit großen Kundgebungen propagandistisch gefeiert wurde, setzte in den folgenden Tagen und Wochen überall im Deutschen Reich die Verfolgung der politischen Gegner der neuen Regierung ein. Örtliche SA-Standarten, SS und Polizei verschleppten überwiegend Kommunisten und Sozialdemokraten, darunter auch viele Abgeordnete von Stadt- und Landesparlamenten in provisorische Haftstätten.

Bis zum Sommer 1933 entstanden allein in der damaligen Provinz Brandenburg neun Konzentrationslager. Genutzt wurden leerstehende Fabrikgebäude, Garagen, alte Schulen oder Keller. Viele der Inhaftierten überlebten die Torturen nicht. Die frühen Lager entstanden vor den Augen der Öffentlichkeit. Lokalzeitungen berichteten breit über die Verhaftungen und Konzentrationslager. Die meisten dieser frühen Konzentrationslager sind heute vergessen.

Die Wanderausstellung „Terror in der Provinz Brandenburg – Frühe Konzentrationslager 1933/34“ der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten/Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen thematisiert wichtige Ereignisse der Jahre 1933 und 1934 und zeigt deren Auswirkungen in der Provinz Brandenburg. Die frühen Konzentrationslager der Provinz Brandenburg in Alt-Daber bei Wittstock, Börnicke bei Nauen, Brandenburg/Havel, Havelberg, Meissnershof bei Velten/Hennigsdorf, Oranienburg, Perleberg, Senftenberg und Sonnenburg werden durch zeitgenössische Dokumente und bewegende biografische Schilderungen zurück in das historische Bewusstsein des Landes gerufen.

Die Ausstellung im Foyer des Landtages Brandenburg ist vom 21. Januar bis zum 8. März 2015 montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. An gesetzlichen Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen.