TAG DES OFFENEN DENKMALS - Gedenken in Plötzensee

8. September 2013
10:00 - 00:00 Uhr
Ort: Gedenkkirche Maria Regina Martyrum & Gedenkkirche Plötzensee
Veranstalter: Ökumenisches Gedenkzentrum Plötzensee 'Christen und Widerstand'

Sonntag, 8. September 2013

10.00 Uhr: Gottesdienst in beiden Kirchen

anschließend geöffnet bis 15 Uhr;

Führungen: 12.30 und 14.00 Uhr Gedenkkirche Maria Regina Martyrum, jeweils anschließend (13.45 und 15.15 Uhr) Gedenkkirche Plötzensee


Der Tag steht dieses Jahr unter dem Motto "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?".

Zu den Gedenkkirchen in Charlottenburg-Nord/Plötzensee heißt es im Programmheft:

Gedenken in Plötzensee – zwei unbequeme KirchenZwei benachbarte „Betonkirchen“ der 1960er-Jahre, spannungsreich in ihren künstlerischen Aussagen, doch sich ergänzend – und zusammengehörig durch den gemeinsamen Bezug auf die nahe gelegene ehemalige Hinrichtungsstätte der Nationalsozialisten in Plötzensee:• Maria Regina Martyrum (1960–63) ist die „Gedächtniskirche der deutschen Katholiken zu Ehren der Blutzeugen für Glaubens- und Gewissensfreiheit in den Jahren 1933–45“. Die Oberkirche wird geprägt von dem monumentalen, abstrakten Altargemälde „Das himmlische Jerusalem“ von Georg Meistermann. Die Architekten Hans Schädel und Friedrich Ebert wollten mit dem Gesamtkomplex nicht nur einen Raum entwerfen, sie schufen einen „heiligen Bezirk“.

• Das Ev. Gemeindezentrum hingegen, 1968–70 von Gerd Neumann, Dietmar Grötzebach und Günter Plessow, sollte nach dem Willen der Erbauer „ein Ort der auf die nächste Umgebung bezogenen Sozialarbeit“ sein. Jegliche „Sakralität“ nach außen hin wurde vermieden. Im Kirchsaal erinnern die 16 überlebensgroßen Tafeln des „Plötzenseer Totentanzes“ (1969–72) von Alfred Hrdlicka an die Opfer von Plötzensee und verweisen auf die heutige Bedrohung der Menschen durch Gewalt, Macht und Willkür.