Tag der Erinnerung und Mahnung

12. September 2010
13:00 - 18:00 Uhr
Ort: Verschiedene
Veranstalter: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e.V.)

Podiumsdiskussion am TdM (Tag der Mahnung und Erinnerung) am So 12.9. um 16 Uhr  am Lustgarten vor dem Berliner Dom zum Thema:


"Verfolgung und Ermordung sogenannter Asozialer - Die Nichtanerkennung als NS-Unrecht, Hintergründe und damit verbundene Folgen für Stigmatisierungen bis heute"

„Wer sich mit der Geschichte sowie der Entwicklung von sozialer Ausgrenzung und ihren Kontinuitäten und Brüchen bis in die heutige Zeit auseinandersetzt, wird schnell auf das Stigma „asozial„ stoßen. Dabei ist festzustellen: Die Verfolgung von sogenannten Asozialen ist zwar seit langem bekannt, die Forschung und Aufarbeitung dazu wurde aber erst in jüngster Vergangenheit begonnen. Heute noch wird das Stigma benutzt, um die Schuld an sozialen Missständen den Betroffenen selbst in die Schuhe zu schieben.„

(http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/debatte/kommentare/asozial-ueber-ein-stigma/?pn=1&qid=848eeacc25ebb1f4af47d56d7fd4c69b&bs=10)

Die Podiumsdiskussion wird der Frage nachgehen, warum das Stigma auch

über 65 Jahre nach den Verbrechen der Nazis an sogenannten Asozialen

weiter existiert und seine diskriminatorische Wirkungsmacht beibehalten konnte und kann. Es

sollen Ursachen, Hintergründe und Zusammenhänge der Aufrechterhaltung dieses Stigmas nach 1945 hinterfragt und aktuelle Entwicklungen diskutiert werden. Angefragt sind:

1) Ilse Heinrich, Häftling im Arbeitshaus Güstrow und KZ Ravensbrück

2) Adam König, KZ-Häftling in Sachsenhausen und Auschwitz,

3) Ulla Jelpke, MdB, Innenpolitische Sprecherin „Die Linken“ und zuständig.  für NS-Entschädigung

4) Jens Dobler, Historiker und Archiv- und Bibliotheksleiter des „Schwulen Museums“

Moderation:

Dirk Stegemann, AK Marginalisierte – gestern und heute www.marginalisierte.de

Gesamtes Programm: http://www.tag-der-mahnung.de/programm.html