Stuttgart: Gedenken an die "Pogromnacht" 1938

9. November 2021
18:00 - 00:00 Uhr
Ort: Marktplatz, 70372 Stuttgart
Veranstalter: Hotel Silber e.V.

Gedenken an die "Pogromnacht" 1938

09. November 2021

ab 18:00 Uhr

Marktplatz, Cannstatt

Anschließend um 19.30 Uhr im Verwaltungsgebäude des Bezirksrathauses, Bad Cannstatt:

Abendveranstaltung mit musikalischer BegleitungBitte beachtet, dass eine Teilnahme an der Abendveranstaltung ab 19.30 Uhr im Cannstatter Rathaus unter Beachtung der 2G-Regel leider nur mit vorheriger Anmeldung möglich ist. Die Anmeldung zur Abendveranstaltung wird unter pogromnachtcannstatt.wordpress.com über ein Kontaktformular ab dem 27. Oktober möglich sein.

>>Link zur Anmeldung

Antisemitismus - Von der Ausgrenzung zum VölkermordLesung mit Ulrich Schneider

aus seinem aktuellen Buch "Antisemitismus im Dritten Reich - Von der Ausgrenzung zum Völkermord"

Yidishe Lider mit Albert Kunze (Gesang) und Vladimir Romanov (Klavier).

19.30 Uhr,

Verwaltungsgebäude des Bezirksrathauses, Bad Cannstatt


Der Antisemitismus war keine Erfindung der Nazis. Er hatte seine Vorläufer und wurde von diesen ins Extreme gesteigert. Der gesellschaftlichen Ausgrenzung und Isolierung schon zu Beginn des "Dritten Reichs", der Entrechtung durch die "Nürnberger Rassegesetze" von 1935 und der damit verbundenen "Arisierung" der Wirtschaft und Säuberung des Kulturlebens folgten die Novemberpogrome von 1938 sowie der forcierte Raub jüdischen Eigentums und mit dem Krieg die Ghettoisierung und Deportation in den Osten. Dieser Prozess kulminierte schließlich in der "Endlösung der Judenfrage" durch die Massenvernichtung. Ulrich Schneider ordnet die Judenverfolgung in die Gesamtpolitik des deutschen Faschismus ein: politische und gesellschaftliche Gleichschaltung als Voraussetzung kriegerischer Expansion zur Realisierung internationaler Vorherrschaft.