Ausstellung
"Stolpersteine im Kreis Siegen-Wittgenstein – Erinnern im öffentlichen Raum"
im Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg
in der Zeit vom 7. September bis 10. Oktober 2010
Die Ausstellung hat Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab am 7. September 2010 eröffnet. An diesem Abend hat Klaus Merklein vom Aktiven Museum Südwestfalen die Einführung in die Dokumentation übernommen. Näheres zur Ausstellung:152 Stolpersteine sind bis heute im Kreis Siegen-Wittgenstein, und zwar in den Städten Hilchenbach, Siegen, Bad Berleburg, Bad Laasphe verlegt worden. Die nächste Verlegung von 20 Steinen ist für November in Siegen geplant. Dies belegt, dass das Projekt noch nicht beendet ist.
In Hilchenbach hat der Künstler und Initiator der Aktion Gunter Demnig aus Köln am 30. April 2008 mit Unterstützung durch Stadtarchivar Reinhard Gämlich Stolpersteine verlegt (Foto oben). Diese erinnern im Bürgersteigbereich Bruchstraße 14 (Hony), Gerbergasse 2 (Schäfer), Mühlenweg 25 (Holländer) und Unterzeche 1 (Stern) an 12 Hilchenbacher Juden. Finanziert wurde die Verlegung durch die fünf im Rat der Stadt Hilchenbach vertretenen Parteien.
Anlässlich des „Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus“ 2010 wurde im Aktiven Museum Südwestfalen im Januar diesen Jahres die Dokumentation „Stolpersteine im Kreis Siegen-Wittgenstein - Erinnern im öffentlichen Raum“ eröffnet. Diese Ausstellung haben Mitglieder des Aktiven Museums sowie des Bad Laaspher Freundeskreises für christlich-jüdische Zusammenarbeit zusammengestellt.
Auf 24 Tafeln im Format 80 x 60 cm sind verschiedene Stolpersteine abgebildet, die Gunter Demnig (Foto links) hergestellt hat. Neben einem Foto der Steine sind jeweils die Biografien der Opfer des NS-Systems sowie Fotos der betreffenden Personen zu sehen. Die dokumentierten Opfer betreffen je zur Hälfte die Altkreise Siegen und Wittgenstein. Die nachgezeichneten Biografien in der Ausstellung entstammen unterschiedlichen Opfergruppen: So wird aus dem Leben von Juden, sogenannten „Zigeunern“, einer Zwangsarbeiterin, eines sozial abgestürzten Menschen oder einer zum Christentum übergetretenen jüdischen Familie erzählt.
Die Ausstellung wird nun vom 7. September bis 10. Oktober im Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg zu sehen sein. Dort bereichert Stadtarchivar Reinhard Gämlich die Dokumentation durch Archivalien aus dem Stadtarchiv Hilchenbach. Auch Gedanken von Schülerinnen und Schülern der Carl-Kraemer-Realschule zu den Hilchenbacher Stoplersteinen sind zu sehen.
Für die Besichtigung des Stadtmuseums und der aktuell gezeigten Ausstellung gilt: Eintritt frei!
Zusätzliche Informationen:
http://www.hilchenbach.de/standard/page.sys/details/eintrag_id=621/content_id=989/586.htm
Stadtmuseum Hilchenbach
Im Burgweiher 1