Ende März sind in Oberhausen wieder „Stolpersteine“ verlegt worden. An acht Orten erinnern nun 16 neue Steine an 16 Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur geworden sind. Acht von ihnen waren Frauen, acht Männer. Die älteste von allen, Pauline Benjamin, wurde 1870 geboren, die jüngste, Rosa
Lehrer, kam erst 1929 zur Welt. Elf von ihnen überlebten nicht, von vielen existiert nicht einmal ein Grab. Die Verlegung dieser neuen Stolpersteine ist der Ausgangspunkt der Ausstellung „Stolpersteine. Es war gleich nebenan“ in der Gedenkhalle. In ihr wird das Gesamtkunstwerk „Stolpersteine“, das der Künstler Gunter Demnig geschaffen hat, ebenso ausführlich erläutert wie die Biografien der 16 Oberhausener. Auch gibt es
Hinweise darauf, wie man sich als Pate selbst in dieses besondere Erinnerungsprojekt einbringen kann. Denn so erfreulich es ist, dass schon so viele Steine zum Gedenken an jedes einzelne Opfer der Nationalsozialisten verlegt sind – sicher ist auch, das noch viele weitere folgen müssen, da noch vielen anderen Oberhausener
Bürgerinnen und Bürgern, die quasi gleich nebenan wohnten, durch die Nazis ihr Leben genommen wurde.
Ausstellungsdauer 18.5.2017 bis 27.8.2017
Eröffnung der Ausstellung
„Stolpersteine. Es war gleich nebenan“
am Donnerstag, 18. Mai 2017 um 19 Uhr
in der Gedenkhalle Oberhausen
Konrad-Adenauer-Allee 46
46049 Oberhausen
Grußwort: Elisabeth Albrecht-Mainz, Bürgermeisterin der Stadt Oberhausen
Einführung in die Ausstellung: Mareike Otters, Gedenkhalle
Zur Motivation der Paten: Bärbel Weniger und Maybee Njoku
Musikalische Begleitung: Alexx Marrone/Gitarre