Im KZ Mauthausen existierte eine eigene Abteilung, die für Fotografien auf dem Lagergelände verantwortlich war – der sogenannte Erkennungsdienst. SS-Angehörige hatten die Aufgabe unterschiedliche Ereignisse in der Geschichte des Lagers fotografisch zu dokumentieren. Einer Gruppe spanischer Häftlinge gelang es in einem Akt von Widerstand, einige hundert dieser Fotos während der NS-Zeit zu verstecken. Diese heute noch erhaltenen Aufnahmen stellen einen einzigartigen Bestand zur Geschichte Mauthausens dar, insbesondere zur TäterInnengeschichte. Lukas Meissel wird sich in seinem Vortrag mit den Funktionen der Fotografien für die SS, den Motiven der Aufnahmen sowie den Überlieferungs- und Nachgeschichten der Fotos auseinandersetzen.