Die Minderheit der ›Zigeuner‹ erfuhr seit jeher Diskriminierung und Verfolgung. Im ›Dritten Reich‹ gipfelten sie im Völkermord, den die Mehrheitsgesellschaft vergessen oder nie wahrgenommen hat. Die Ausgrenzung der Sinti und Roma dauerte auch nach 1945 an: Tradierte Vorurteile sind weiter wirksam und richten sich heute gegen zuwandernde Roma aus Südosteuropa, die als Gefahr für Gesellschaft, Sozialsystem und Arbeitsmarkt empfunden werden. In seinem neuen Buch stellt Wolfgang Benz Ursachen und Wirkungen des medial und politisch instrumentalisierten Problems Antiziganismus dar: Sinti und Roma – Die unerwünschte Minderheit. Über das Vorurteil Antiziganismus, Metropol Verlag 2014, ISBN 978-3-86331-205-3.
Begrüßung
Uwe Neumärker (Direktor Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas)
Einführung
Prof. Dr. Wolfgang Benz (Historiker und Sprecher des Beirats der Stiftung Denkmal)
Podiumsdiskussion
Prof. Dr. Wolfgang Benz (Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau, Romani Rose, Vorsitzender Zentralrat Deutscher Sinti und Roma)
Moderation
Dr. Angelika Königseder (Historikerin und Lektori)