Seine Kirche aber schwieg – Zum 75. Todestag des Deserteurs und NS-Opfers Martin Gauger

Ausstellung
16. Oktober 2016 -
28. Februar 2017
Ort: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau
Veranstalter: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Martin Gauger verweigerte als Jurist 1934 aus Gewissensgründen den Eid auf Hitler und wurde aus dem Staatsdienst entlassen. Ab 1935 stand er im Dienst der „Bekennenden Kirche“ in Berlin, ab 1938 angestellt von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. 1940 kam er der Aufforderung zur Musterung zum Wehrdienst nicht nach. Auf der Flucht ins Ausland wurde er im Mai 1940 angeschossen. Zunächst in Düsseldorf inhaftiert, wurde er 1941 ins KZ Buchenwald verlegt. Die bayerische Kirchenleitung beendete im Juni 1940 das Dienstverhältnis. Seine Mutter bat vergeblich die Landesbischöfe Hans Meiser (Bayern) und Theophil Wurm (Württemberg) sich dafür einzusetzen, dass er ein ordentliches Gerichtsverfahren zugestanden bekäme. Am 15. Juli 1941 wurde Martin Gauger in der Euthanasie-Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein ermordet.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 16. Oktober, im Rahmen des Gottesdienstes (Beginn 11 Uhr) von der bayerischen Synodalpräsidentin Dr. Annekathrin Preidel und von Oberkirchenrat Dr. Martin Hauger vom Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland eröffnet. Gerhard Gauger wird ein Grußwort für die Familie sprechen.

Kooperation: Friedensbibliothek/Antikriegsmuseum der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz


Alle Ausstellungen im Gesprächsraum der Versöhnungskirche:

Montag 11–13 Uhr, Dienstag bis Samstag, 10–16 Uhr, Sonntag 12–13 Uhr